Programm
1. Festival JAZZWELTEN 2005
Osteuropäischer Jazz in Dresden
AK 19 | 13 €
Festivalpass (17.Mär 2005 – 19.Mär 2005) AK 45 | 30 €
Jazzclub Tonnee, Königstraße 15, 01097 Dresden
Der seit 1995 auch in Paris lebende ungarische Gitarrist Gábor Gadó gehört seit einigen Jahren zu den großen Stars der französischen und ungarischen Jazzszenen. Auf dem ungarischen BMC-Label hat er aktuell fünf CDs unter eigenem Namen und drei weitere als Komponist und Mitspieler in Projekten anderer Musiker gemacht. Nahezu alle erhielten international überschwängliche Kritiken. Die Französische L'Académie du Jazz verlieh Gadó 2003 den Titel »Bester Europäischer Jazzkünstler« – nach solchen Größen wie Martial Solal, Daniel Humair, Aldo Romano, Bobo Stenson und Albert Mangelsdorff.
Gábor Gadó [g], Gábor Winand [voc], Kristof Bacsó [sax]
Mit freundlicher Unterstützung von:
Jazzclub Tonnee, Königstraße 15, 01097 Dresden
Max Robayo [g], Christian Walter [sax], Martin Schulze [tb], Karsten Wilck [b], Stephan Salewski [dr]
Mit freundlicher Unterstützung von:
Jazzclub Tonnee, Königstraße 15, 01097 Dresden
Zbigniew Namysłowski (*1939) ist die Kultfigur des osteuropäischen Jazz. Seine Musik lebt von den Einflüssen der polnischen Folklore als Identitätspunkt und Reaktion der westlichen und amerikanischen Strömungen. So auch in seinem neuen Projekt »Dances«, in dem er Tänze aus verschiedenen Ländern und aus unterschiedlichen Zeiten (Tango und Walzer, Balkantänze und polnische Volkstänze, Samba und Charleston etc.) einbezogen hat.
Die Band aus jungen polnischen Musikern klingt manchmal wie eine Streetband, Folkloregruppe oder Dancekapelle. Die Musik – verschlungene melodische Linien, sich wie in einem Kaleidoskop ändernde Akkorde, Modulationen und Tempi, ungewöhnliche Metren – ziehen den Konzertbesucher in ein Labyrinth, wie in einen schönen Wald hinein, in dem es angenehm ist, sich zu verlieren.
Der 1939 geborene Altsaxophonist, Sopransaxophonist und Posaunist nennt John Coltrane, Sonny Rollins, Wayne Shorter und Joe Henderson ebenso als prägende Einflüsse wie traditionelle Musik aus Polen, Indien und dem Balkan. Sein eher trockener Sound ist abzuleiten aus seinem intensiven Interesse für den Free Jazz, wie er im Spannungsfeld zwischen Coltrane und Ornette Coleman in den frühen Sechzigern entstand. Von den Platten, die unter Namysłowskis eigenem Namen herauskamen, stachen besonders »Kujaviak goes funky« und »Winobranie« hervor. Zahlreiche Arbeiten für Film, TV, Theater und Radio sorgten dafür, dass Namysłowski in seiner Kunst immer unabhängig agieren konnte.
Zbigniew Namysłowski [ss, as], Jacek Namysłowski [tb], Slawomir Jaskulke [p], Olo Walicki [b], Grzegorz Grzyb [dr]




