Programm
Das Weltmusik-Ensemble Yatra um Peter Kühnel, bereits 1984 gegründet und seither ständigem Wandel unterworfen, verbindet indische, arabische und westliche Sounds. »Yatra« ist ein Wort aus dem Indischen und bedeutet unter anderem »Reise«, und »Zusammentreffen«. Peter Kühnel, Gründer und Chef des nun in Köln angesiedelten Ensembles Yatra, ist seit Jahrzehnten auf Reisen – durch die Weltgeschichte und durch die unterschiedlichen Klanglandschaften.
Akustische und elektrische Gitarren, Synthesizer-Gitarren, Sitar, Flöten, Percussion, die Darabuka (eine türkische Trommel) und eine Reihe weiterer Instrumente erklingen in der Yatra-Musik. Dazu gibt es Vocalisen zu hören, Gesang ohne Worte also. Indische, orientalische und angloamerikanische Einflüsse verbindet Kühnel zu einem Crossover der Kulturen, mal pulsierend, rhythmisch und durchaus tanzbar, mal beschaulich fließend. Ethno-Jazz nennt Kühnel, was er derzeit mit verschiedenen Mitmusikanten produziert.
Im Jahre 1969 begann Kühnel ein Studium der Komposition und Gitarre an der »Hochschule für Musik Carl Maria von Weber« in Dresden. 1972 schloss sich ein Studium innerhalb einer Spezialklasse für Jazz in Berlin an. Bis zum Mauer-Fall 1990 wirkte der 1949 geborenen Peter Kühnel von der DDR aus, so zum Beispiel 1975 als Mitglied der ersten Nina-Hagen-Band. In Bombay studierte er 1988 klassische indische Musik. Zu den jüngeren Projekten des Wahlkölners gehören Theatermusiken, »King Lear« in Dresden etwa und die Oper »Krematorium« für den Künstler Markus Lüpertz.
»Die Welt wächst zusammen, die unerschöpfliche Vielfalt an Musizierpraktiken will ich nutzen«, sagt Peter Kühnel, »was daraus entsteht, soll Kopf, Bauch und Herz öffnen.«
Peter Kuno Kühnel (Köln) [ac-g, e-g, synth-g, sitar, flutes, voc, asian-gong-play, perc], Tino Löwe (Dresden) [programming]
